
Der zeitgenössische Tanz verbindet fließende, organische Bewegungen mit kraftvoller Dynamik, Erdung mit Leichtigkeit und Technik mit Emotion.
Er beschreibt eine grenzüberschreitende Art des tanzkünstlerischen Ausdrucks. Seine Geschichte ist eng verwoben mit der Entwicklung von Ballett und modernem Tanz. Die Strömungen entstanden als Rebellion gegen die Vorgaben des klassischen Balletts und sind seitdem vielseitig weitergewachsen, auch gespeist aus Stilen wie Akrobatik, Hip-Hop, Jazz-Tanz, Stepptanz, Zirkus, Ballett…
Im Modern Dance sind Elemente typisch, wie das bewusste Spiel mit Schwerkraft, Atem und Raum, fließende Übergänge und kraftvolle Sprünge. Auch dieser Tanzstil entwickelt sich kontinuierlich mit der heutigen Welt weiter. Prägende Künstler:innen wie Isadora Duncan, Martha Graham oder Doris Humphrey wollten Anfang des 20.Jahrhunderts aus den starren Strukturen des Balletts ausbrechen und Individualität, Emotion und Kreativität betonen. In ihren Ansätzen ging es viel darum den körperlichen Ausdruck an erste Stelle zu setzen und diesen über eine perfekte Technik zu erheben.
Eine große Quelle heutiger Inspiration bieten die Arbeiten von Pina Bausch, eine der bedeutendsten Choreographinnen in der Geschichte des Tanztheaters. Das klassische Ballett wird von vielen gegenwärtigen Kompanien um den modernen Tanz erweitert. Ein bekanntes Beispiel ist die Alvin Ailey Company, die den modern dance auf der ganzen Welt beliebter machte.
Jazztanz Lebensfreude, Ausdrucksstärke, Körperbeherrschung – der Jazztanz hat viele Facetten. Was bei uns im Vordergrund steht, ist aber vor allem der Spaß am Tanz.
Zusätzlich zu den typischen Elementen des Jazztanzes beschäftigen wir uns mit anderen Tanzstilen, die in unsere gemeinsame Arbeit mit einfließen, diese bereichern und gleichzeitig weitere Möglichkeiten zur kreativen Entfaltung bieten. Dazu gehören Bereiche des Musicaldance, der am New Yorker Broadway geboren, seine Blütezeit in der Mitte des 20. Jahrhunderts erlebte.
Viele Musicals haben uns in unserer Arbeit inspiriert, wie zum Beispiel Cats oder die Filmmusicals Mary Poppins, Chicago und Grease. Immer wieder erarbeiten wir auch eigene Stücke, in denen Tanz und Theater verschmilzen. Hier steht vor allem die Arbeit am persönlichen Ausdruck und der Selbstsicherheit im Fokus. So bietet der Tanz immer wieder die Möglichkeit in andere Rollen zu schlüpfen und hilft sowohl bei der Erprobung und Konstitution alltäglicher Rollen, als auch bei der Entfaltung der individuellen Phantasie.
Ein weiteres Element, das einen sehr wichtigen Teil unserer Arbeit ausmacht, ist der Ausdruckstanz. Während beim Jazz- und Musicaltanz alle Tänzer:innen ihren individuellen Stil mit in den Tanz hinein geben können, sind die Vorgaben doch relativ klar gegeben. Beim Ausdruckstanz verwischen die gesteckten Grenzen, im Mittelpunkt steht das Individuum und das Darstellen seines Inneren durch Tanz. Durch Improvisation und das Einbringen von eigenen Ideen, werden die individuellen Talente gefördert. Der Ausdruckstanz entstand als Gegenbewegung zum klassischen Ballett zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Der Jazzunterricht stellt also einen guten Ausgleich zum Ballettunterricht dar und bietet auch die Möglichkeit schon erlernten Kenntnisse weiter zu entwickeln. Aber vor allem ist er da, um zu tanzen. Also richtet sich dieser Unterricht an alle die einfach Lust haben, das Tanzbein mal wieder so richtig zu schwingen.